Dialog statt Diffamierung: Forderung nach rundem Tisch

Pressemitteilung 28.07.2022

Infolge des Schreibens der „Ärzteinitiative Mittelthüringen“ an Ministerpräsident Bodo Ramelow und Gesundheitsministerin Heike Werner zeichnet sich in den Medien nun eine Kampagne gegen die Initiatoren sowie die Unterzeichner des Schreibens ab. Diesbezüglich ist laut Landtagsabgeordnete Dr. Ute Bergner ein direkter Dialog zwischen beiden Seiten dringend notwendig. Dieser müsse sachlich und faktenbasiert im Sinne eines runden Tischs erfolgen, da der aktuelle gegenseitige Schlagabtausch von Vorwürfen nicht zu einer Lösung führe.

Als Vermittlerin zwischen Ministerin und Vertretern der Ärztegruppe organisierte Dr. Ute Bergner eine Gesprächsrunde, welche am 06. April 2022 digital stattfand. Innerhalb dieser Gesprächsrunde wurde den Ärzten zugesagt, in KW 15 Studien zur Verfügung zu stellen, die das Handeln der Landesregierung nachvollziehbar machen. Darüber hinaus ergaben sich für die Ärzte aus dem Gespräch weitere Fragen und Diskussionspunkte, welche in einem fünfseitigen Schreiben am 05.05.202 an die Ministerin zugestellt wurden. In diesem Schreiben wurde außerdem um einen weiteren Gesprächstermin gebeten, zu welchem es nach Wissen von Dr. Ute Bergner noch nicht gekommen sei. Über den weiteren Kommunikationsverlauf äußerte sich Dr. Ute Bergner im Rahmen eines am 26.07.2022 veröffentlichen Interviews folgendermaßen:

Ich habe bis jetzt weder die am 6. April versprochenen Studien, noch Antwort auf die Fragen des 5-seitigen Briefes bekommen. Das letzte Mal hatte ich Frau Werner am 13. Juli am Rande eines parlamentarischen Abends angesprochen. Sie reagierte überrascht, dass es noch keine Antwort gab und wollte sich unmittelbar kümmern. Weil seitdem nichts passiert ist, habe ich am 25. Juli eine Kleine Anfrage im Landtag abgegeben.

Trotz der noch erwarteten Studien und ausstehenden Antwort wurde am 22.07.2022 im Meininger Tagesblatt veröffentlicht, dass sich die Ärztegruppe nach Ansicht der Ministerin von wissenschaftlichen Fakten nicht überzeugen ließe. Dr. Ute Bergner zufolge ist dies kein angemessener Umgang mit den formulierten Bedenken von zahlreichen Ärzte und medizinischem Fachpersonal. Noch schlimmer sei es, dass auf aktuell etwa 12000 Mitarbeiter im Gesundheitswesen aufgrund nicht vorhandener Corona-Impfungen Druck durch drohendes Bußgeld ausgeübt wird, obwohl eine Aufklärung und Diskussion über potentielle Risiken und Nebenwirkungen noch ausstehend ist.

Hintergrund des Schreibens der "Ärzteinitiative Mittelthüringen"

In einem offenen Brief wandten sich über 400 Thüringer Ärzte, Physiotherapeuten, Pflegekräfte und andere Mitarbeiter aus der Medizinbranche an Ministerpräsident Bodo Ramelow und Gesundheitsministerin Heike Werner. Dabei forderte die „Ärzteinitiative Mittelthüringen“ die Aufhebung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht sowie ein Aussetzen der Corona-Impfungen, bis deren Wirksamkeit in unabhängigen Studien nachgewiesen werden kann. Neben Chancen müssen auch über Risiken der Impfstoffe aufgeklärt werden, anstatt Studien, die sich mit Nebenwirkungen der Impfung beschäftigen, zu ignorieren.

Hintergrund:
Der Verein Bürger für Thüringen wurde 2020 im Zuge der Thüringer Regierungskrise nach der Wahl des FDP-Politikers Thomas L. Kemmerich zum Ministerpräsidenten gegründet – und, weil ständige Macht- und Mehrheitsdebatten die Politikverdrossenheit weiter forciert haben. Die Parteigründung der Bürger für Thüringen erfolgte, um die Stimmen der Bürger in Thüringen auch in die Parlamente tragen zu können und ihnen dort Gehör zu verschaffen. Am 27.06.2022 hat sich die parlamentarische Gruppe Bürger für Thüringen konstituiert und erhielt die parlamentarische Bestätigung im Juli-Plenum des Thüringer Landtags.